Gewissen – Gedenken – Verantwortung

Erinnern heißt,
Verantwortung
zu übernehmen.

Der Förderverein 20. Juli 1944 in Sachsen erinnert an Menschen, die aus moralischer Überzeugung Widerstand leisteten und ihr Leben riskierten.

Historische Karte von Sachsen mit einer Uhr
20. Juli 1944 · Sachsen
„Es ist Zeit, daß jetzt etwas getan wird. Derjenige allerdings, der etwas zu tun wagt, muß sich bewußt sein, daß er wohl als Verräter in die deutsche Geschichte eingehen wird. Unterläßt er jedoch die Tat, dann wäre er ein Verräter vor seinem eigenen Gewissen.“
Claus Schenk Graf von Stauffenberg

20. Juli 1944

Der Versuch, das Unrecht zu beenden.

Der 20. Juli 1944 steht für den Versuch, das nationalsozialistische Unrechtsregime zu beenden. Frauen und Männer des Widerstands handelten aus moralischer Überzeugung und waren bereit, persönliche Sicherheit und ihr Leben zu riskieren. Viele von ihnen bezahlten diesen Versuch mit Verfolgung, Haft und Tod.

Gewissen

Haltung statt Opportunität.

Der Widerstand des 20. Juli war keine Tat aus Opportunität, sondern aus einem Gewissenskonflikt heraus. Die Beteiligten handelten, obwohl sie wussten, dass ihr Handeln scheitern konnte. Ihr Mut beruhte auf innerer Haltung, Verantwortung und dem Willen, Unrecht nicht länger hinzunehmen.

Goerdlerdenkmal am Neuen Rathaus in Leipzig mit Blumen
Das Goerdlerdenkmal am Neuen Rathaus in Leipzig ist einer der öffentlichen Gedenkorte in Sachsen.

Gedenken in Sachsen

Geschichte wird vor Ort erfahrbar.

Sachsen ist Teil dieser Geschichte. Widerstand, Verfolgung und Erinnerung hatten und haben auch hier konkrete Orte, Biografien und Wirkungen. Unser Verein verankert das Gedenken regional, um die Geschichte erfahrbar zu machen und vor dem Vergessen zu bewahren.

Gedenkort mit Kränzen in einem Innenraum

Gedenken · Verantwortung

Aus dem Gedenken erwächst Verantwortung für die Gegenwart.

Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenwürde sind nicht selbstverständlich. Sie brauchen Menschen, die Haltung zeigen, Gefahren erkennen und bereit sind, für demokratische Werte einzustehen.

Für viele Menschen des Widerstands endete ihr persönliches Risiko mit dem Tode – wie in Berlin-Plötzensee. Sie wussten, dass sie scheitern können und trotzdem engagierten sie sich für den Widerstand.

Verantwortung heute

Erinnerung ist kein Schlussstrich.

Die Demütigung bis zum Tode hatte und hat System in allen unfreien Gesellschaften. Sie soll nicht nur die Widerständler erniedrigen, sondern auch möglichen Nachahmern und Komplizen zeigen, wie die jeweiligen Machthaber und ihr System unerbittlich mit ihren Gegnern verfahren.

Demokratie Rechtsstaatlichkeit Menschenwürde

Unser Auftrag

Historische Erinnerung mit demokratischer Bildungsarbeit verbinden.

Der Förderverein 20. Juli 1944 in Sachsen verbindet historische Erinnerung mit demokratischer Bildungsarbeit. Wir fördern Gedenken, Aufklärung und öffentlichen Dialog. Unser Ziel ist es, die Haltung der Widerständler verständlich zu machen und für heutige Generationen wirksam werden zu lassen.

„Erste Aufgabe ist die Wiederherstellung der vollkommenen Majestät des Rechts. Die Regierung selbst muss darauf bedacht sein, jede Willkür zu vermeiden, sie muss sich daher einer geordneten Kontrolle durch das Volk unterstellen.“
Vorbereitete Regierungserklärung von Ludwig Beck und Carl Goerdeler